Author Hans-J├╝rgen

Luzern - Flüelen

Besonderes: Während beinahe der gesamten Fahrt hat man einen sehr guten Ausblick auf den Vierwaldstättersee. Ferner bestehen Umsteigemöglichkeiten zu verschiedenen Bergbahnen. Auch einige Sehenswürdigkeiten kann man besichtigen.
Zahlreiche Restaurants stehen in den Uferortschaften zur Verfügung. Sanitäre Anlagen befinden sich an den Schiffsanlegestellen, deren Zustand meist gut ist.

Höhenprofil:


Beschreibung: Das Ziel dieser Tour war es den Vierwaldstättersee komplett zu umrunden. Unser Ausgangspunkt war der Zeltplatz am Lido am Stadtrand von Luzern. Unsere erste Etappe starteten wir am 12.05.2002 in östliche Richtung, sie führte uns am nördlichen Ufer des 114 km² großen Sees entlang nach Flüelen. Von Luzern ab ging es zunächst direkt am Wasser entlang bis zur Ortschaft Seeburg. Danach ging es leicht bergan nach Meggen, dabei verliesen wir den See und fuhren etwas im Hinterland. Das Teilstück bis nach Merlischachen führte dann wieder ohne Steigungen auf der zuvor gewonnenen Höhe im Hinterland des Sees.

Von Merlischachen ging es dann Bergab Richtung Küssnacht. Am Ortseingang von Küssnacht befindet sich die Astrid-Kapelle. Die belgische Königin Astrid verunglückte hier 19.. mit dem Auto tötlich. In Küssnacht hat man die Möglichkeit in Richtung des Zugersee zu fahren oder das Massiv der Rigi auf der nördlichen Seite zu umfahren. Wir entschieden uns für die südliche Route, die immer am See entlang läuft.

Weiter ging es jetzt wieder leicht bergan Richtung Greppen. Von hier aus verließen wir den See und fuhren direkt nach Weggis, einer sehr beliebten Feriengemeinde am Vierwaldstättersee.

Doch bevor wir den Ortskern erreichten, machten wir einen Abstecher in Richtung Westen direkt am See entlang nach Hertenstein. Von diesem Punkt aus, der sich auf einer in den See vorspringenden Nase befindet, hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Kreuztrichter, dem Punkt des Sees an dem vier seiner Arme zusammenlaufen.

Die 2km lange Strecke von Hertenstein nach Weggis fuhren wir wieder zurück und machten an der Schiffsanlegestelle der SGV (Schiffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees) unsere erste kurze Rast. Übrigens hat man von Weggis die Möglichkeit mit einer Seilbahn auf die Rigi zu kommen. Die Station befindet sich wenige hundert Meter hinter der Schiffsanlegestelle. Der Weg zur nächsten Ufergemeinde Vitznau führte am See entlang und war ohne jegliche Steigung zu bewältigen.

In Vitznau führt die Viznau-Rigi-Zahnradbahn ebenfalls auf die Rigi, deren Talstadion direkt am Anlegesteg liegt. Von Vitznau fuhren wir jetzt weiter nach Gersau. Nach einem leichten Anstieg, führte uns die kurvenreiche Straße an den Felswänden der Rigi entlang. Ab diesem Teilstück sollte man auf den Verkehr besondere Rücksicht nehmen, da es auf den schmalen Straßen für die Auto- und LKW-Fahrer keine Möglichkeit zum ausweichen gibt.

Kurz vor Gersau ging es dann wieder hinunter zum See. In Gersau hat man u.a. die Möglichkeit mit einer Fähre, die stündlich fährt, an das andere Ufer nach Beckenried zu gelangen. Wir fuhren jedoch weiter Richtung Brunnen. Auf diesem Teilstück wird die Straßensituation wieder besser, da die Strasse breiter ausgebaut ist und nicht mehr direkt an den Felswänden entlang führt. Das Höhenprofil dieses Teilstückes kann man als Eben bezeichnen, denn das leichte auf und ab auf dieser Strecke ist eigentlich keine Anstrengung.

In Brunnen angekommen hat man die Möglichkeit Richtung Schwyz abzubiegen. Auch hier würde man wieder an den See gelangen, wenn man die nördliche Tour um die Rigi machen würde. Bei dem nun folgendem Teilstück ist sehr große Aufmerksamkeit auf den Verkehr zu richten, da hier eine stark befahrene Bundesstaße als Zubringer einer Autobahn zu befahren ist. Wir zogen es vor auf dem Rad-/Gehweg zu fahren. Dieser wurde jedoch mehrmals unterbrochen und wir hätten auf der Straße fahren müssen, stattdessen nutzten wir den Gehweg Diese Straße wird auch als Axenstraße bezeichnet, die der Ingeneuere Carl Emmanuel Müller zwischen 1863 und 1865 hier errichtete.

Zahlreiche Aussichtspunkte lassen eine hervorragenden Blick auf den Vierwaldstättersee zu. An den Uferorten Morschach, Sissikon vorbei erreichten wir die Tellskapelle. Unsere Fahrräder liesen wir hier oberhalb des Sees stehen und setzten uns zu Fuß hinunter zu der Kapelle in Bewegung. Nach einem fünf minütigem Fußmarsch erreichten wird die Tellskapelle, wo der Sage nach Willhelm Tell bei wütender See seinen Häschern aus dem Nauen (Bezeichnung für damals verwendete Boote) entfliehen konnte und sicher an Land kam. Gleich neben der Kapelle befindet sich ein Speiselokal und eine Schiffsstadion.

Nachdem wir zurück zu unseren Fahrrädern gelaufen waren, setzten wir unsere Fahrt nach Flüelen fort. Die nach Brunnen gewonnene Höhe machten wir jetzt in einer rasanten Abfahrt wieder zunichte um in Flüelen wieder Seeniveau zu erreichen. Da in Flüelen starker Bahnverkehr herrscht, gibt es eine Unterführung, die Schiffstadion führt. Es bleiben nun verschieden Möglichkeiten zurück nach Luzern zu kommen: entweder mit der Bahn oder mit dem Schiff. Man kann auch in einem der zahlreichen Hotels übernachten (oder einen Zeltplatz aufsuchen.) Wir entschieden uns für das Schiff und mussten nicht einmal fünf Minuten warten bis wir mit dem Raddampfer "Stadt Luzern" nach Luzern zurückzukehren konnten.